Kelkheimer Geschichte

Farbwerkssiedlung in Kelkheim Hornau „Am Flachsland“

Zwischen den Straßen Gagernring, Auf der Herrnmauer und Luisenstraße gibt es eine Siedlung mit fast gleich aussehenden Reihen- und Mehrfamilienhäusern.

Viele Kelkheimer arbeiteten in Frankfurt Höchst, in den sogenannten Farbwerken der Höchst-AG.  Sie war von 1863 bis 1994 eines der drei größten Chemie- und Pharma-Unternehmen Deutschlands. Unter einem Chemie- und Pharma-Unternehmen versteht man eine Fabrik, in der z.B. Arzneimittel, Farben, Lacke und Kunststoffe hergestellt werden. Verständlich, dass auch viele Kelkheimer hier zur Arbeit gingen, um Geld zu verdienen und sich und ihre Familien zu ernähren.

Damit die Beschäftigten mit ihren Familien im Grünen und noch dazu preiswert wohnen konnten, wurden im Jahr 1958, auf Veranlassung der Farbwerke Höchst-AG, im Baugebiet  „Am Flachsland“ Reihen- und Mietshäuser gebaut. Hier konnten sich die Angestellten und Arbeiter von ihrer anstrengenden Arbeit erholen. Auch ihre Kinder konnten abseits der Stadt Höchst auf vielen Grünflächen in gesunder Luft spielen und toben.

Seit dem Jahr 2000 werden diese Wohnungen als Eigentumswohnungen verkauft und teilweise von den Besitzern umgebaut. Vielleicht kennst auch du jemanden von deinen Freunden oder Bekannten, der dort wohnt.

Weitere Informationen erhältst du im Faltblatt „Route der Industriekultur Rhein-Main, Nr. 28“, herausgegeben von der Kulturregion Frankfurt Rhein-Main.

(Birgit Gröger)

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