Heinrich in der Liederhöhle

Ofterdingen

Der Sage nach ist die Fuchshöhle in Hornau am Liederbach die letzte Zuflucht des unglücklichen Minnesängers Heinrich von Ofterdingen gewesen. Den Sängerkrieg auf der Wartburg hatte er verloren. Er hatte Walter von der Vogelweide und andere mit einem Loblied auf den Herzog von Österreich herausgefordert.

Im Verlauf des Sängerstreits beteiligten sich auch Wolfram von Eschenbach und Reinmar von Zweter an dem Wettstreit. Ofterdingen wurde besiegt und sollte sterben, doch die Landgräfin von Thüringen begnadigte ihn.

Im zweiten Teil des Wettstreits, dem Rätselspiel, holte Ofterdingen Klingsor herbei, den Wolfram ebenfalls besiegte. Obwohl Klingsor ein Gelehrter der Astronomie und der Schwarzen Kunst war und sogar den Teufel herbeizitierte, löste Wolfram alle Rätsel. Geschlagen zog Heinrich von Ofterdingen von dannen.

Die letzten Jahre seines Lebens zupfte er am Liederbach in Hornau seine Harfe und sang seine wehmütigen Lieder. So verdankt  der Bach dem Minnesänger seinen Namen.

Seit 1974 steht Ofterdingen  in Bronze gegossen am Brunnen vor dem Kelkheimer Rathaus.

Nachzulesen in den „Kelkheimer Märchen und Sagen“ von Uta Franck (Verlag Blei&Guba, Hofheim 1997)

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