So funktioniert Stadtpolitik

Die Staatsform, die in Deutschland herrscht, nennt man parlamentarische Demokratie. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Herrschaft des Volkes“. Das heißt: Die Bürger dürfen bestimmen, wer sie regiert, indem sie den Bundestag, den Landtag für ihr Bundesland und die Politiker für ihre Stadt wählen. In Deutschland ist Angela Merkel von der CDU seit 2005 Bundeskanzlerin, Volker Bouffier von der CDU ist Ministerpräsident von Hessen seit 2010 und in Kelkheim ist Albrecht Kündiger von der UKW seit dem 1. Juli 2015 Bürgermeister. UKW ist die Abkürzung für die Unabhängige Kelkheimer Wählerinitiative, eine Partei, die es nur in Kelkheim gibt.

Ein Blick ins Kelkheimer Rathaus. Foto: Wolfgang Pfankuch
Ein Blick ins Kelkheimer Rathaus. Foto: Wolfgang Pfankuch

In Kelkheim wird der Bürgermeister alle sechs Jahre gewählt. Wie alle Wahlen in einer Demokratie finden diese in Deutschland frei und geheim, allgemein, unmittelbar und gleich statt. Das heißt, jeder darf ohne Beobachter sein Kreuzchen auf dem Wahlschein machen und selbst entscheiden, wen er wählt und jede Stimmt zählt gleich viel. Wahlberechtigt für diese Wahl sind alle Bürger ab 18 Jahren, die einen europäischen Pass haben und seit mindestens drei Monaten ihren Hauptsitz in Kelkheim haben.

Der Bürgermeister leitet den Magistrat. Das ist ein Gremium, das sich in Kelkheim aus 12 ehrenamtlichen Stadträten und dem Bürgermeister zusammen setzt. Der Magistrat wird von der Stadtverordnetenversammlung gewählt und beschäftigt sich einmal wöchentlich mit den Fragen einer laufenden Verwaltung, wie zum Beispiel der Einstellung von neuen Betreuungskräften für die Grundschule, dem Kauf von Papier für die vielen Briefe in der Verwaltung, oder dem Grünschnitt in den Parks unserer Stadt.

Jede Partei kann einen Kandidaten zur Wahl stellen, wenn sie möchte – oft stellen aber nicht alle Parteien jemanden auf. Um Bürgermeister zu werden, muss man mindestens 25 Jahre und darf höchstens 67 Jahre alt sein, man muss deutscher Staatsbürger sein und darf keine Vorbestrafungen haben.

Die Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung sind öffentlich, das heißt, die Bürger dürfen zuschauen und zusehen. Frag doch mal deine Eltern, ob Ihr nicht  gemeinsam zu einer solchen Sitzung gehen wollt, damit du dir mal ansehen kannst, wie Politik funktioniert.

Wann die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ist, erfährst du im Sitzungskalender der Stadt Kelkheim, den wir hier für dich verlinkt haben.

(Anne Zegelman)

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