Die Anfänge

In früheren Zeiten wurden die Abwässer einfach in Bäche und Flüsse geleitet. Oder sie versickerten im Boden. Auf Bauernhöfen wurden sie in Güllegruben geleitet und zur Düngung von Feldern genutzt.

Dies hat natürlich sehr zur Verunreinigung der Gewässer beigetragen. Ihr möchtet sicherlich nicht in einem Fluss baden, in den der Abfluss eurer Toilette eingeleitet wird.

In Kelkheim wird  Abwasser seit rund 100 Jahren in einem Kanalsystem gesammelt. Es wurde dann in  Kläranlagen (heute meist Abwasserreinigungsanlagen genannt) gereinigt.

Damals gab es die Stadt Kelkheim noch gar nicht. Die Stadtrechte wurden erst 1938 nach dem Zusammenschluss von Kelkheim mit den zuvor selbständigen Gemeinden  Münster und Hornau verliehen. Und die heutigen Stadtteile Fischbach, Ruppertshain und Eppenhain wurden erst 1977 eingemeindet.

Bei den Stadtwerken archivierte Dokumente  zeigen uns diese ersten Pläne eines Entwässerungssystems  im heutigen Stadtgebiet.

Früher wurden diese Pläne manuell mit Tusche gezeichnet. Ihr könnt euch vorstellen, wieviel  Zeit man dafür brauchte. Und natürlich viel Platz für die Aufbewahrung.

Laut Planung betrugen die Kosten für das erste Entwässerungssystem in Fischbach 296.000 Reichsmark. Heute wären das ungefähr 1.000.000 Euro. Fischbach war damals natürlich sehr viel kleiner und hatte viel weniger Einwohner.

Diese alten Dokumente zeigen, dass es Anlagen zur Entwässerung und Wasserreinigung schon seit über 100 Jahren in unserer Stadt gibt.

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